
Gebäudeenergie
Beleuchtung und Belüftung von Geschäftsräumen optimieren
Die Beleuchtung macht in der Schweiz rund 10 % des Stromverbrauchs aus.
Leistungsfähige LED-Beleuchtung einsetzen
Die Beleuchtung macht in der Schweiz rund 10 % des Stromverbrauchs aus. Seit September 2021 weist das Energieetikett die Effizienzklasse und den Verbrauch für 1000 Betriebsstunden aus.
Glühlampen, Halogenlampen und Energiesparlampen sind vom Schweizer Markt praktisch verschwunden. Seit Februar 2023 sind Kompaktleuchtstofflampen verboten; seit August 2023 gilt dies auch für T8- und T5-Leuchtstoffröhren.
Die Klasse A auf dem Etikett bleibt bewusst frei, um Innovationen zu fördern. Der Einsatz hocheffizienter LEDs senkt die Stromrechnung nachhaltig und entspricht den Schweizer Normen.
Tageslicht gemäss Norm SN EN 17037 integrieren
Die seit April 2019 gültige Schweizer Norm SN EN 17037 legt einheitliche Kriterien fest: Lichteinfall, Sicht nach draussen, direkter Lichteintrag und Blendungsvermeidung. Sie gilt für alle regelmässig genutzten Räume, einschliesslich Geschäftsräume.
Tageslicht beeinflusst Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Da seitlicher Lichteinfall abgelegene Bereiche schlecht ausleuchtet, empfiehlt die Norm für grosse Flächen einen Lichteinfall von oben durch das Dach.
Eine gut geplante Tageslichtnutzung reduziert den Bedarf an künstlicher Beleuchtung. Die Einhaltung der SN EN 17037 verbessert den visuellen Komfort und die Produktivität in Geschäftsräumen.
Vorteile und Anforderungen von Tageslicht gemäss Norm SN EN 17037
- Verbessert Wohlbefinden und Produktivität
- Reduziert Abhängigkeit von künstlicher Beleuchtung
- Erfordert angepasste architektonische Planung (Dach, Fenster)
- Kann bei schlechter Planung zu Blendungen führen
Auf die Geschäftsräume abgestimmte Belüftung wählen
In einer Produktionshalle muss die Belüftung die Luft erneuern, überschüssige Wärme abführen und die Feuchtigkeit kontrollieren. Es gibt zwei Lösungen: natürliche Belüftung (Dachöffnungen oder Fenster) oder mechanische Belüftung (Ventilatoren und Filter).
Die natürliche Belüftung ist kostengünstig, hängt aber von den Aussenbedingungen ab. Die mechanische Belüftung gewährleistet einen konstanten Luftstrom und behandelt die Luft (Filtration, Entfeuchtung). Für Räume mit hoher Wärmelast oder Schadstoffbelastung ist oft ein mechanisches System notwendig.
Eine intelligente Anlage kombiniert beide Systeme: Sie nutzt die natürliche Belüftung, wenn die Bedingungen es erlauben, und schaltet auf die mechanische Belüftung um, um die Luftqualität und den thermischen Komfort zu gewährleisten. Die Auslegung berücksichtigt die spezifischen Bedürfnisse des Raums.
Natürliche vs. mechanische Belüftung: Vorteile und Grenzen
- Installationskosten
- Niedrig (natürlich) – Hoch (mechanisch)
- Unabhängigkeit von Aussenbedingungen
- Nein (natürlich) – Ja (mechanisch)
- Fähigkeit zur Filterung von Schadstoffen
- Begrenzt (natürlich) – Hoch (mechanisch)
- Energieverbrauch
- Niedrig (natürlich) – Höher (mechanisch)
Innenraumluftqualität für die Produktivität sicherstellen
Eine richtig dimensionierte Belüftung reduziert Phasen mit niedriger relativer Luftfeuchtigkeit und hält die Luft gesund. Ein effizienter Luftaustausch verbessert die Reinheit der Innenraumluft.
Für Geschäftsräume ist ein effizienter Luftaustausch wichtig, insbesondere in geschlossenen Bereichen. Intelligente Belüftungssysteme passen den Luftstrom bedarfsgerecht an und optimieren den Energieverbrauch.
Die Integration einer „intelligenten“ Belüftung – die den Zuluftstrom je nach Belegung und Luftqualität anpasst – verbindet Komfort, Gesundheit und Energieeinsparungen.
Integration einer intelligenten Belüftung in Geschäftsräumen
- Bewertung des Bedarfs an Luftaustausch
- Installation von Sensoren für Belegung und Luftqualität
- Aktivierung der natürlichen Belüftung entsprechend den Aussenbedingungen
- Umschalten auf mechanische Belüftung bei Bedarf
- Kontinuierliche Optimierung des Zuluftstroms


